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Less-Plastic-Project

Less-Plastic-Project

10

September, 2018

Das Plastik Projekt

enthält Werbelinks:

Less Waste (Zero Waste bekommen wir nicht hin und es ist aktuell auch nicht unser Ziel)… ein Wort das nach Verzicht schreit, man hat das Gefühl nie wieder etwas kaufen zu dürfen.

Überlegt man mal, was für einen Berg an Müll man nach den Einkaufen zuhause rumliegen hat.
Genau das ist uns auf den Nerv gegangen!
Man hat fast so viel Müll, wie man Produkte eingekauft hat, da kann doch was nicht stimmen.

Ganz besonders haben wir angefangen uns mit Themen wie Müllvermeidung und Minimalismus auseinander zu setzen, als wir einen Bericht über Plastik durch Zufall im Fernsehen geschaut haben.

Es ist so verrückt wie unfassbar viele Tonnen an Plastik in unseren Weltmeeren herum schwimmen und an den Stränden zu finden sind.

Das ist ja nicht das Einzige, die Kosmetik und Reinigungsmittel Firmen nutzten Microplastik für die Reinigungsverbesserung und u.a. als Peeling und Co.

Der Witz an der Sache ist der, am Ende landet dieser ganze Quatsch bei uns.
Fische leben im Meer, sie fressen die Plastikteilchen die zT im Fischfleisch nachgewiesen wurden und wer isst die Fische.
( 96% der verendeten Eissturmvögel an der Nordseeküste hatten Plastik im Magen. )

Zudem heften sich an Plastikteile Schadstoffe und Gifte an, die in die Meere gelangt sind, und diese wiederum sind in 1.000.000 Konzentration an den Teilchen gemessen worden.

Auch in unserem Trinkwasser aus der Leitung sind in etwa 60 Nanopartikel und in Wasser aus PET Flaschen etwa 120 Nanopartikel enthalten. Noch mehr werden es, wenn Plastik einer Temperatur von ca 30 Grad ausgesetzt ist, da beginnt Plastik sich zu zersetzen. Was im Übrigen bei einer PET Flasche etwa 450 Jahre !!! dauert.

Nun, ich könnte noch ewig so weiter machen. 😀 Merkt man kaum, dass ich mich da reingelesen hab :P.
Was aber denke ich jeder zugeben muss, das Thema gibt’s nicht erst seit gestern.
Supermärkte und Co haben die Tüten weitestgehend von den Kassen entfernt. Unverpackt-Läden werden langsam aber stetig mehr und Zeitungen und Medien berichten darüber.

Zuhause

Wir können nicht auf einmal alles Plastik dieser Welt verschwinden lassen, aber wir können etwas dagegen tun.

Für uns stand als erste auf der Liste, alle Plastik Produkte aus oder von denen wir essen oder trinken verschwinden zu lassen.
Erstens, weil wir gelernt haben, dass diese Produkte sich während ihrer Lebensdauer abnutzen und somit immer etwas im Essen landet.
Das Kunststoff-Schneidebrett (bei dem man anhand der Kratzer genau sieht, wieviel schon in Salaten und Co gelandet ist), die Kunststoff French-Press, das rostige Sieb, die Plastik Aufbewahrungsdosen, Kochlöffel, Plastikmessbecher, Plastik-Trichter, Schaber, Frischhaltefolie und Strohhalme
( – davon werden jeden Tag Milliarden weggeworfen, so viele um alle 24 Stunden 1000 Schulbusse zu füllen)
und und und… man sollte nur mal mit offenen Augen durch die Küche laufen.

Von den ganzen in Plastik verpackten Lebensmitteln fang ich ganz nicht erst an.

Wir haben also alles an Plastik vor geholt und leicht schockiert festgestellt, wie viel Mist wir da haben.
Noch dazu kam einen unüberschaubare Menge an Lebensmitteln im Speiseschrank, der voll mit in Plastik verpackten Linsen, Kaffee, Reis, Bohnen und Co war.
Davon war die Hälfte schon abgelaufen oder nur noch eine Hand voll drin.

Als haben wir angefangen alles auszutauschen und überlegt, wie wir es in Zukunft vermeiden können. ( die aussortieren Dinge sind in den Second Hand gewandert)

Für uns war es wichtig, nur Dinge zu kaufen, die qualitativ so gut sind, dass sie lange und verlässlich halten. Grade im Küchenbereich verwendet man Dosen und Co ja ständig, da sollte es die ständige Reinigung und Nutzung aushalten.

Wir haben einen Bioladen im Nachbarort entdeckt, der Gemüse lose anbietet und viel selbst anbaut, dort kann man sich auch den Käse direkt in seine Glasschale legen lassen und ebenso wie Gummibären. (nur für Max natürlich 😀 )

Auch viele Weinflaschen und alle Milchprodukte in Glasbehältern sind in Pfandflaschen und können wieder abgegeben werden.

Für Eier, Butter , Nudeln und gelegentlich Fleisch kaufen wir beim Bauern ein. Aber dort gibt es leider nicht alles lose.
Diesen, ich nenne es mal Einkaufs-Luxus, haben nicht alle. Viele müssen, aus welchen Gründen auch immer, bei großen Discountern einkaufen.

Aber auch dafür gibt es Tipps:
– Kauft nur was auf den Einkaufszettel steht
– Überlegt, ob es nicht günstiger wäre es selbst herzustellen (Ketschup zb)
– Netzbeutel für loses Obst und Gemüse, anstatt der herkömmlichen Plastiksäcken im Supermarkt
– Reis nicht in vorgefertigten Kochbeuteln kaufen
– Joghurt im Glas
– Tee lose anstatt in Beuteln
– Brot selbst backen (Tipps gibt’s regelmäßig auf meinem Insta Account)
– Leere Gläser mit Deckel aufbewahren und Marmelade selbst einkochen
– Wasser aus der Leitung trinken ( allein schon wegen dem Nanoplastik), wer Sprudel mag, investiert in einen SodaStream o.ä.
– Kekse selbst backen
– Putzmittel! Prüfen, ob wirklich so viele notwendig sind, oft reicht Zitronensäure, Natron, ein Allzweckreiniger und gute Microfasertücher. Ebenso wie Weichspüler, wem es nur um den Duft geht, kann in die Kammer für den Weichspüler ein paar Tropfen Duftöl geben.
– Aufbewahrungsgläser mit Dichtung für lose trockene Lebensmittel zum Umfüllen, um sehen zu können wie viel noch vorhanden ist (va um zu vermeiden, dass Lebensmittel ablaufen oder sich Motten einnisten)

Und ja wir sind kleine Design-Nerds 😀 ich geb´s ja zu. Schön sollte es auch sein, keine Frage, schließlich ist es ja unser Zuhause, da möchte man von Dingen umgeben sein, die einem gefallen und nicht nur praktisch sind.
Nochmal zu dem Punkt der langen Haltbarkeit, damit bezieht man automatisch das Thema Nachhaltigkeit mit ein. Da man 1. Plastik vermeidet und 2. nicht ständig neu kaufen muss.
Zwei Mal billig gekauft ist einmal hochwertig.

Gutes muss nicht immer teuer sein

Dabei ist nicht immer teuer gemeint, es gibt auch gute und haltbare Produkte in großen Möbelhäusern.
Ich persönlich liebe einfach diverse Designer und ihren Stil, daher haben wir eine ausgewogene Mischung aus Möbelschweden und DesignShops.

Am allerliebsten sind mir Dinge, die gut, nachhaltig und fair produziert worden sind. Die Transparenz von fairen Produkten wird zwar immer besser, aber es gibt noch nicht für alles gute und bezahlbare Alternativen
.
Hier mal ein paar Shop Tipps:
Sinfinis, ein Design-Onlineshop für diverse faire und nachhaltige Produkte für jeden Lebensbereich ( 10% mit „miriamnadineXsinfinis“)
Pinkmilkshop, der ganz zu meiner Freude immer mehr nachhaltige Design – Alternativen zu Plastik bietet.
von.Herzen dort findet man Einkaufstaschen, Leinen Servietten, Leinen Schürzen uvm., alles handgemacht
.
Beim Lebensmittel Einkauf war das auch nicht einfach, es gibt einfach zu wenig Läden, die ausschließlich loses Obst und Gemüse haben. Von allen anderen Produkten mal absehen.

Sicher fallen mir in Zukunft noch mehr Tipps und Infos ein, die ich auf jeden Fall mit euch teile.

Mir ging es in diesem Beitrag vorwiegend um die Küche, da dort der meiste Abfall anfällt und das Thema Zero Waste oder für uns realistischer Less Waste für den ersten Schritt am sinnvollsten ist.
Bad und Co. folgen natürlich noch. 

Im Grunde geht es um einen bewussteren Umgang mit Plastik und Konsum im Allgemeinen.
Wir werden auch weiterhin Dinge kaufen, aber nicht mehr irgendetwas, wir werden vorher prüfen ob es unsere Ansprüche erfüllt.
Wenn nicht, muss es bleiben wo es ist, im besten Fall wird es irgendwann nicht mehr produziert.

„Alleine sind wir ein Tropfen auf den heißen Stein, gemeinsam sind wir ein Ozean.“

Etwas poetisches musste noch her 
Ich bin mir sicher, dass man so viel erreichen kann, wenn man andere findet die die Überzeugung teilen.

Alles Liebe, Miriamnadine

Schritt 1 Loslassen

Schritt 1 Loslassen

24

Juli, 2018

Schritt 1: Loslassen

[DU bist dran]

Gnadenlose Ehrlichkeit… Ehrlichkeit zu sich selbst! Das ist das Erste was man lernen sollte.

Man bescheißt sich so oft selbst. (verzeiht mir den Ausdruck 😛 )
Aber ist es nicht so, dass man immer wieder einen vermeintlich guten Grund hat, all diese Dinge zu behalten. Egal was es ist, es hat irgendwie, irgendwann seinen Weg durch unsere Türe gefunden, wir haben es reingelassen, auf welchem Weg auch immer.
Es gibt Geschenke, Schnäppchen, Erbstücke, Flohmarktfunde, Frustkäufe, Lustkäufe und Dinge die schon immer da waren.

Für mich ging es damit los, dass mir der Gedanke immer seltsamer erschien, eine Wohnung zu suchen, die möglichst viel Stauraum bietet.
Schließlich haben wir ein Kind und einen bestehenden Haushalt.

Man sucht nach Wohnungen mit Keller, mit Dachspeicher oder Garage. Und mindestens 3 Zimmer müssen es sein.
Echt jetzt? Bei den Mietpreisen?
Und nur, weil wir ein Dach für unsere Sachen brauchen???

Mal aus Spaß: Lasst gedanklich alles weg.. alles war ihr besitzt.. allllles! Und dann überlegt mal wieviel Platz ihr WIRKLICH braucht. Der Keller kann weg… das Zusatzzimmer mit den Dingen die man vielleicht mal braucht… und und und.

Ja werden einige sagen, aber einfach alles weg, das hat ja alles was gekostet und wer weiß wann wir es brauchen.
Erstens muss nun wirklich nicht alles weg und für all die anderen Dinge: Selbst Schuld, wenn du so viel Geld für den ganzen Mist ausgegeben hast, der dir jetzt die Schubladen blockiert und den Durchblick im Schrank verwehrt.
Niemand außer DU bist dafür verantwortlich, dass es ist wie es ist… das waren alles deine Entscheidungen.
Hart aber wahr oder?

Keiner wacht morgens auf und plötzlich liegen überall fremde Dinge herum, die man nicht haben wollte. Man hat alles durch die Tür rein gelassen und einen großen Teil nie wieder gehen lassen.

Ich kenne dieses, „einmal im Jahr wird ausgemistet“… das hatten wir auch. Aber wie konsequent war man da?! Klar kamen 1 oder 2 Tüten zusammen, aber ein Jahr später begann das Spiel von Neuen, weil man wieder nicht aufgepasst hat, was durch die Tür rein kommt.
Kleidung wird sortiert nach Sommer und Winter, weil ja alles nicht in den Schrank passt. Es wird jahreszeitenabhängig ausgemistet. Was ist zu klein? Was ist nicht mehr aktuell? Das kommt weg… aber die „kann man immer mal brauchen“ Sachen bleiben drin…und was wetten wir, dass sie NIE weg kommen würden, wenn wir nicht endlich ehrlich zu uns sind.

[ Und wo zuerst? ]

Ich bekomme oft die Frage gestellt, wo man denn am besten beginnt… Welche Ecke mistet man zuerst aus?
Auf diese Frage kann ich keine genaue Antwort geben.. aber einen Tipp, mit dem ihr ganz schnell eure erste Ecke findet.

Fragt euch, welche Ecke am aller aller schlimmsten ist? Welche Kiste war schon lange nicht mehr offen und wo herrscht optisch das meiste Chaos?

Fangt damit an, fangt mit dem Schlimmsten an!!! Ja unbedingt!

Ihr werden dort sicher anfangs viel mehr Teile finden, an denen ihr nicht so hängt. Denn so sind wir nun mal… wir verbinden uns emotional mit Dingen, nicht nur mit Menschen.
Doch würden wir auch nur an halb so vielen Menschen hängen, wie an den Dingen in unserem Haus, wäre die Welt wohl eine bessere.

Fakt ist aber auch, dass diese Dinge uns keine Komplimente machen, uns kein Essen kochen oder uns zuhören. Sie sind oft einfach nur da und warten vergeblich auf ihren Einsatz.

[ Lass los. ]

Man hat schon sehr viel gewonnen, wenn man sich auf den Gedanken einlässt, Dinge gehen zu lassen.

Nicht jedes Teil wandert einfach so in die Mülltüte oder in die Flohmarktkiste, ( letzteres sollte zeitnah verkauft werden, ansonsten wandert es nur aus Kiste A in Kiste B und hat es immer noch nicht aus unserem Haus geschafft) wie gesagt, wir hängen dran, ging mir nicht anders.

Dieses schlechte Gewissen, was wenn ich es doch brauchen kann? Es war aber so teuer!
Aber das hat mir Oma geschenkt! NA UND??? Deinem Geldbeutel und der Oma bringt das jetzt auch nix mehr, wenn du es seit 1 Jahr nicht angerührt hast.

Dieses Loslassen kann am Anfang richtig richtig schwer sein, man überlegt hin und her und ist versucht wieder Gründe zu finden, warum das Ding doch da bleiben sollte.

Mein Tipp: wenn es länger als 8 Monate nicht gebraucht wurde, wirst du es NIE brauchen.
Ausnahmen sind Osterdeko und Co… alles was nicht immer zur Jahreszeit passt.
Doch auch da schlummern sicher einohrige Hasen oder blasse Weihnachtsmänner die keiner mehr sehen möchte.

Ich habe mir immer die Frage gestellt: „BRAUCHE ich DAS, wirklich? WIRKLICH?????“
Wollen wir wetten, dass ihr ohne 10 Tischdecken und 25 Vorratsdosen überleben werdet?
Lasst los… den Mist braucht kein Mensch WIRKLICH.

[ Der Test: ]

Überlegt euch im Vorfeld, warum ihr überhaupt erst auf die Idee gekommen seid, euren Haushalt auf Herz und Nieren zu überprüfen.
Warum denkt ihr darüber nach?

Bei uns war es einfach das erdrückende Gefühl, die Dinge die überall sichtbar und unsichtbar in der Wohnung zu haben und wissentlich Schubladen und Kisten zu meiden.
Dazu kam der Gedanke, dass dieses Verhalten in keiner Weise nachhaltig ist. Weder für uns und unseren Geldbeutel, noch für unsere Umwelt.
All diese „Mal schnell- Käufe“ die in jeder Ecke zu finden sind und keine Beachtung erhalten sind eine Belastung für alle.

Unser Gedanke ist: Lieber weniger, dafür besser!

[ Home-Detox ]

Wir „misten“ nun seit 7 Monaten aus… zusätzlich ersetzten wir billige Schnellkäufe gegen hochwertigere und langlebigere Dinge die bewusst und überlegt gekauft werden.
( zu Zero-Waste und Minimalismus mit Kind, sowie Shoptipps schreibe ich extra Posts)

Was allerdings zu dem Unvermeidbare führt:

„Vor der Ruhe kommt der Sturm“

Wenn wir mit dieser gnadenlosen Ehrlichkeit an einen Schrank gehen und ihn Stück für Stück auseinander nehmen, werden Unmengen an Dingen vor uns liegen, die in Wirklichkeit niemand in diesem Haus nutzt und braucht… es werden säckeweise Kleidungsberge aus dem Schlafzimmer wandern die gespendet oder verkauft werden können.
In der Küche kommen abgelaufene Lebensmittel und unnützer Kleinkram auf einen zu und es scheint kein Ende zu nehmen. Usw usw….

Ich wiederhole mich gern… wir sind seit 7!!! Monaten dabei und auch wir finden immer noch Dinge die keiner WIRKLICH braucht.

Doch wie bereits gesagt: WIR sind dafür verantwortlich, dass all dieses Zeug ist wo es ist… in unserem Haus.
Jeder der sich dafür entscheidet anstatt einer Saftkur mal der Wohnung eine Detox-Kur zu verpassen, wird auch selbst merken, was es mit einem macht.

Es ist besser als Urlaub… ( in dem wir wohl bemerkt ja auch mit viel viel weniger auskommen ) es ist besser als eine Saftkur… es kann unser gesamtes Leben verbessern.

Ich meine das ernst… bei uns ist es so, WIR sind entspannter… Haben wieder mehr Kreativität und Zeit für uns.

Wer nicht auf jedem Schrank 20 Dekoteile stehen hat, ist mit putzen schneller fertig. In aufgeräumten, übersichtlichen Schubladen findet man schneller was man braucht und im Kleiderschrank ist die Wahl des Outfits schnell getroffen.

Es gibt noch so viel in den einzelnen Bereichen, dass ich euch erzählen möchte.
Aber ich denke, IHR denkt einfach mal darüber nach, was ihr heute gelesen habt und ich werde weiter schreiben, um euch dann weitere Tipps und Gedanken mit zu geben.

Und glaubt mir eins… habt ihr einmal angefangen, ist es wie eine Sucht, man kann nicht mehr aufhören, man merkt was es mit einem macht, wenn man anfängt loszulassen.

Eure Miriamnadine

Entspannter wohnen.

Entspannter wohnen.

15

Juli, 2018

Das Raumwunder

[enthält werbung]

„Zuhause“: So nennen wir doch alle unsere 4 Wände. Aber was macht ein Zuhause aus?! Ist es die Anwesenheit vertrauter Dinge in einem Raum? Sind es die Menschen die vielleicht mit uns dort wohnen?
Ich habe mich das ehrlich gesagt schon immer gefragt und bereits als Kind mit der Suche nach „der“ Art zu wohnen gesucht. Unbewusst natürlich, woher hätte ich was wissen sollen, als 10jährige, die aus buntem Papier eine neue Front für´s Hochbett bastelt, die alle paar Wochen jedes Möbelstück im Kinderzimmer von links nach rechts schiebt in der Hoffnung es würde endlich perfekt sein.

Rückblickend ist es ein wenig verwunderlich, dass ich keine Innenarchitektin geworden bin oder einen Dekoladen eröffnet habe.

Die Suche hatte nie ein Ende… ich bin jetzt fast 30 und habe langsam eine Ahnung wo die Reise wohnlich hingeht.
Sie geht in den norischen Stil… in den Minimalismus… in den Bereich Nachhaltigkeit… aber mal von vorn:

Als Mama, mit Mann und Kind wurde mir in unserer 70qm Wohnung mit 2 Zimmern langsam klar, dass die Deko-Shabby-Schick Sache ein Ende haben muss.
Eine graue Tapete mit Mustern, verschnörkelte Kerzenhalter, unzählige Regale mit Deko an der Wand, Tischchen und und und… und?! alles wurde immer, wie gewohnt, von rechts nach links geschoben.
Dass das keine innerliche Ruhe fördert dürfte klar sein!?
Aber habt ihr darüber mal nachgedacht? Ich nicht… bei mir ging das andersrum.

An solche Themen hab ich nie gedacht, ich hab mich nur immer wieder in der Wohnung ausgetobt, sei es mit dem Putzlappen um die unzählige Deko sauber zu halten, die im Nachhinein ja eh keinen Sinn gemacht hat, außer mir das Geld aus der Tasche zu ziehen, oder wieder mal die Sachen „umzudekorieren“.

Dann kam ironischer Weise Instagram daher und hat aufgeräumt… 😀 ja ok das klingt echt komsich… aber ich hab mich auf Interior Seiten wiedergefunden, die mir Bilder zeigten, auf denen man die Ruhe förmlich spüren konnte. Die innerliche Ruhe.

Das wollte ich auch… ich wollte Heim kommen und trotz unvermeidbarem Spielzeug-Chaos auf dem Boden, diese klare Ruhe spüren.

Ich will euch eins verraten, das war als Max 6 Monate alt war und heute ist er 1 3/4.
Was soll ich sagen, ja es dauert.. es dauert verdammt lang.

Anfangs war es eher ein Nachahmen, ich wollte es so wie auf den Bildern, schwarz | weiß | ohne Farben.
Das schien ein vernünftiger Anfang zu sein, das zu finden was ich suchte: Optische Ruhe

Also mussten alle Schnörkel, Hirsche und der restliche Krimskrams gehen. Einziehen durfte nur was klare Formen hatte und farblos war. Es funktionierte, eine Weile wenigstens.
Trotz allem war es noch nicht „richtig“… es fühlte sich an wie ein Provisorium… wie ein Übergang.

Ich hatte Recht, denn schon bald ließen mich die sozialen Medien auf andere Themen stoßen: Minimalismus

Etwas ganz Neues, etwas mit dem ich nie nie nieeee gerechnet hatte. Ich Deko-verliebte… Ich die so „gern“ umdekoriert.
Aber ab und zu muss man sich einlassen und seinem Gefühl vertrauen.

Eins vorweg: Ich habe es nicht so gern extrem… ich finde jeder sollte sich wohl fühlen können. Man sollte sein Maß an Dingen finden, mit dem man gut leben kann, ohne Belastung zu empfinden.
Minimalismus wird oft falsch verstanden. Es bedeutet nicht, möglichst wenig zu besitzen, vielmehr bedeutet es, mit dem Dingen zu leben, die einem wirklich wichtig sind und auf die man nicht verzichten kann/möchte.

Jeder hat eine eigne Vorstellung davon, die sich mit der Zeit auch verändert.

Bei mir war es der Punkt, an dem ich bemerkt habe, wie gut es ist die Dinge gehen zu lassen.
Was haben wir für Schrankleichen… Alte Kisten mit Kram den wir seit Jahren! nicht gesehen haben und deren Ursprung nicht mehr nachvollziehbar ist. Kleidung die -irgendwann- mal angezogen wird… man weiß ja nie. 😛
Bücher die nie einer lesen wird, Geschirr das keiner nutzt, unzählige Pröbchen die mal in der Zeitung eingeklebt waren und vermutlich längst abgelaufen sind.. und und und.

Die Liste könnte ich nahezu unendlich weiterführen, aber ich denke ihr wisst was ich meine, wenn ihr mal die Schublade öffnet.

Ein weiterer Punkt, warum die Sachen nur so flogen war Max. Er began seine Welt zu entdecken, sich um zu sehen.
Wollte ich wirklich, dass er mir indirekt vor Augen führte, was hier bei uns wohnt ohne einen Zweck zu erfüllen, indem er mir die Schubladen vor der Nase ausräumt.

Auch wenn wir diese ganzen Sachen nicht sehen, da sie gut verstaut in Kisten und Schränken schlummern, wir wissen, dass sie da sind.
Das belastet irgendwie.. wenn man bedenkt, dass man ohne diese viiiiiielen Schrankleichen mindestens einen Schrank aus der Wohnung räumen könnte und so Platz schafft.

Schon komisch oder… wir suchen nach Wohnungen mit Keller oder Abstellkammer, um einen Platz für unsere Dinge zu haben, wovon wir 80% eh nie nutzen.

Während ich mich also durch Bücher zu den Themen gewälzt habe und mein unnützes Zeug im Second Hand und Flohmarkt verkauft habe, wurde das Interesse an der Skandinavischen Lebensweise immer größer.

All diese wundervollen Wohnungen und Designer für die ich mich immer mehr interessiere kamen aus diesen Ländern.

Dort wird viel mehr Wert auf all diese Dinge gelegt, Sachen die man zuhause hat, sollen nicht einfach hübsch sein.. dort achtet man auch auf den Mehrwert, die Nachhaltigkeit und vor allem auf die Qualität.

Wenn man mal ganz ehrlich ist, wie viele „Fehlkäufe“ hast du zuhause, wie viel Kram hast du weggeworfen, weil er nach ein paar Mal benutzen kaputt war.
Rechne ich mir das über die Jahre ganz ehrlich aus, dann hätte ich mir gleich die gesamte Wohnung designen lassen können.

Ich merke jetzt, ein halbes Jahr nach dem ich angefangen habe auszumisten, dass ich noch nicht am Ende bin. Der Witz an der Sache… wir haben keinen Keller. 😀 wir haben lediglich eine Gartenhütte.
Viele haben beides oder nutzen die Garage oder den Dachboden als Stauraum. Wir haben nichts davon. Und jaaaaa ich miste seit 6!!! Monaten aus.. bzw langsam werden es 7.

Im Moment bin ich bei Runde 3 in jede Schublade und in jedes Kistchen zu schauen. Kaum zu glauben wie viel man nach einem halben Jahr immer noch nicht braucht.

Dies ganze Ausmist-Aktion hat unseren Wohnstil maßgeblich beeinflusst. Er ist ruhiger und mit sehr bewusst ausgewählten Stücken geschmückt.
Ich nutze absichtlich nicht das Wort dekoriert, denn Deko hat für mich mittlerweile etwas sinnloses.

Hier stehen auch Objekte herum die ich nicht jeden Tag nutze, die mir aber sehr viel Wert sind.
Und damit ist nicht der materielle Wert gemeint.

Grade zu dem Thema erhalte ich unfassbar viele Nachrichten, denn ich stelle auf meinem Account Produkte, Shops und Co vor die nicht unbedingt als günstig durchgehen.
Das ist wohl wahr, was aber auch wahr ist: Wenn ich mir immer vor einem Kauf, wohl bemerkt IMMER, die Frage stelle, ob ich das wirklich.. wirklich?? brauche, dann spare ich mir damit unglaublich viel Geld. ( kleiner Tip: macht das mal im Supermarkt beim Wocheneinkauf, ihr werden staunen )

Nur so war es auch mir möglich unsere kaputten oder qualitativ minderwertigen Dinge gegen langlebige und bestenfalls umweltfreundliche Produkte einzutauschen. ( zu dem Thema werde ich separat etwas schreiben ).

Was sich ganz heimlich und nebenbei einschlichen hat ist diese Ruhe… die Ruhe von der ich bisher nur geträumt habe.. die optische Ruhe, wie ich sie nenne, wenn ich Heim komme und nicht von der Masse an Dingen erschlagen werde.. und die innere Ruhe.. die ohne Mühe einfach da ist.

Man hört oft: – Du musst erst dich und dann alles andere ändern.. es beginnt mit dir. –
Dem kann ich nicht vollständig zustimmen. Ich habe mich nicht zuerst geändert, nicht wirklich, ich habe etwas nachgemacht, dass ich auf Bilder gesehen habe.
Das Ergebnis, das hat mich verändert. Nicht nur mich.. auch Peter merkt, dass es anders ist. Er sagt immer: man hat mehr Platz zu denken.

Auch für Max ist unsere Art zu wohnen sicher positiv. Er hat kaum Ablenkung.. keine Reizüberflutung und er lernt von klein auf, mit den Dingen sorgsam und bewusst umzugehen.

Das ist es, was unsere Wohnung und die Entstehung ausmacht und ich denke nicht, dass wir am Ende sind. Es gibt noch viel zu tun. Ich nehme euch auf dieser ´Reise´ natürlich mit.

alltag.erleben.

alltag.erleben.

5

September, 2017

spielen.wie.die.großen.

„Mama, das will ich auch aufmachen / zumachen / umdrehen / drücken / ziehen ….usw. “
Das denken sich die Minis bestimmt mehrmals täglich, wenn Mama oder Papa wieder etwas, für uns belangloses, öffnet / schließt oder was auch immer.
Nicht immer kommen die Kleinen an das, was sie gerne ausprobieren möchten, denn ein Lichtschalter oder ein Schiebeschloss sind in der Regel nicht auf Knirpshöhe angebracht. Alsoooo muss ein Besuch im Baumarkt her und ordentlich Alltagsklimbims gekauft werden.

Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Man kann von der Steckdose bis zur Gürtelschnalle alles anbringen, dass nicht gleich nach „Gefahr“ riecht.

Ich zeige euch einfach mal was wir befestigt haben und auf was ihr beim Lack achten solltet:

1. Ihr braucht ein unbehandeltes Massivholzbrett… ich habe im Baumarkt gefragt, ob sie Reste haben. Ein Verschnitt ist immer günstiger und in unserem Fall gab es ein 40x50x2 cm Brett für grade mal 3€.

2. Schleifpapier, denn denkt dran, die Minis befummeln alles.. und ein Holzschiefer im Finger ist nicht die Erfahrung die hier gemacht werden soll.

3. eine Naturfaser Kordel

4. 2 Ösenschrauben ( ob die so heißen… 😀 aber zur Not zeigt im Baumarkt das Bild 😛 ) sie sind zur Befestigung der Kordel

5. PIGROL Acryl-Buntlack Matt ABLM ⇒ er ist für Kinderspielzeug freigeben !!!! + Pinsel

6. Akkuschrauber, passende Bits, Schrauben

7. Fantasie : alles was für den Mini interessant sein könnte

wenn du dann oben, unten, rechts und links…alle Kanten und Ecken weggeschliffen hast… kann´s losgehen mit der Farbe.
Jaaaa… ok… Farbe und „Familie-Farblos“ passt nicht so ganz… wir haben natürlich schwarz gewählt.. 😛
aber ihr könnt ja nehmen was ihr wollt… ihr könnt auch jede Ecke anders bepinseln, wenn´s sein muss. 🙂

Die PIRGROL Farbe ist so fix trocken, dass ihr nach ca 30 Min die Rückseite bemalen könnt und nach weiteren 40-50 Minuten können dann schon die Experimentierartikel angebracht werden.

Tipps: 

– Die Flügelmuttern ( 3 Stück ) nicht ganz festschrauben und so dicht zusammen, dass ein Zahnradeffekt entsteht.
– zum Vorhängeschloss den passenden Schlüssel an einer Kette in Reichweite befestigen
– Muttern in verschiedenen Größen, hintereinander, mit einer Schraube nicht ganz festschrauben, dass auch hier munter gedreht werden kann
– Lichtschalter von hinten anschrauben, man muss sehr stark gegenhalten, aber es hält besser als zu kleben
– auch (wie bei uns) sind natürlich Küchenartikel ein tolles Spielzeug, denn mit dem Schneebesen kann man super „Gitarre“ spielen

Und jetzt wünsche ich euch ganz viel Spaß beim Basteln und den Minis beim Testen!

XOXO Miriamnadine