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Juli, 2018

Schritt 1: Loslassen

[DU bist dran]

Gnadenlose Ehrlichkeit… Ehrlichkeit zu sich selbst! Das ist das Erste was man lernen sollte.

Man bescheißt sich so oft selbst. (verzeiht mir den Ausdruck 😛 )
Aber ist es nicht so, dass man immer wieder einen vermeintlich guten Grund hat, all diese Dinge zu behalten. Egal was es ist, es hat irgendwie, irgendwann seinen Weg durch unsere Türe gefunden, wir haben es reingelassen, auf welchem Weg auch immer.
Es gibt Geschenke, Schnäppchen, Erbstücke, Flohmarktfunde, Frustkäufe, Lustkäufe und Dinge die schon immer da waren.

Für mich ging es damit los, dass mir der Gedanke immer seltsamer erschien, eine Wohnung zu suchen, die möglichst viel Stauraum bietet.
Schließlich haben wir ein Kind und einen bestehenden Haushalt.

Man sucht nach Wohnungen mit Keller, mit Dachspeicher oder Garage. Und mindestens 3 Zimmer müssen es sein.
Echt jetzt? Bei den Mietpreisen?
Und nur, weil wir ein Dach für unsere Sachen brauchen???

Mal aus Spaß: Lasst gedanklich alles weg.. alles war ihr besitzt.. allllles! Und dann überlegt mal wieviel Platz ihr WIRKLICH braucht. Der Keller kann weg… das Zusatzzimmer mit den Dingen die man vielleicht mal braucht… und und und.

Ja werden einige sagen, aber einfach alles weg, das hat ja alles was gekostet und wer weiß wann wir es brauchen.
Erstens muss nun wirklich nicht alles weg und für all die anderen Dinge: Selbst Schuld, wenn du so viel Geld für den ganzen Mist ausgegeben hast, der dir jetzt die Schubladen blockiert und den Durchblick im Schrank verwehrt.
Niemand außer DU bist dafür verantwortlich, dass es ist wie es ist… das waren alles deine Entscheidungen.
Hart aber wahr oder?

Keiner wacht morgens auf und plötzlich liegen überall fremde Dinge herum, die man nicht haben wollte. Man hat alles durch die Tür rein gelassen und einen großen Teil nie wieder gehen lassen.

Ich kenne dieses, „einmal im Jahr wird ausgemistet“… das hatten wir auch. Aber wie konsequent war man da?! Klar kamen 1 oder 2 Tüten zusammen, aber ein Jahr später begann das Spiel von Neuen, weil man wieder nicht aufgepasst hat, was durch die Tür rein kommt.
Kleidung wird sortiert nach Sommer und Winter, weil ja alles nicht in den Schrank passt. Es wird jahreszeitenabhängig ausgemistet. Was ist zu klein? Was ist nicht mehr aktuell? Das kommt weg… aber die „kann man immer mal brauchen“ Sachen bleiben drin…und was wetten wir, dass sie NIE weg kommen würden, wenn wir nicht endlich ehrlich zu uns sind.

[ Und wo zuerst? ]

Ich bekomme oft die Frage gestellt, wo man denn am besten beginnt… Welche Ecke mistet man zuerst aus?
Auf diese Frage kann ich keine genaue Antwort geben.. aber einen Tipp, mit dem ihr ganz schnell eure erste Ecke findet.

Fragt euch, welche Ecke am aller aller schlimmsten ist? Welche Kiste war schon lange nicht mehr offen und wo herrscht optisch das meiste Chaos?

Fangt damit an, fangt mit dem Schlimmsten an!!! Ja unbedingt!

Ihr werden dort sicher anfangs viel mehr Teile finden, an denen ihr nicht so hängt. Denn so sind wir nun mal… wir verbinden uns emotional mit Dingen, nicht nur mit Menschen.
Doch würden wir auch nur an halb so vielen Menschen hängen, wie an den Dingen in unserem Haus, wäre die Welt wohl eine bessere.

Fakt ist aber auch, dass diese Dinge uns keine Komplimente machen, uns kein Essen kochen oder uns zuhören. Sie sind oft einfach nur da und warten vergeblich auf ihren Einsatz.

[ Lass los. ]

Man hat schon sehr viel gewonnen, wenn man sich auf den Gedanken einlässt, Dinge gehen zu lassen.

Nicht jedes Teil wandert einfach so in die Mülltüte oder in die Flohmarktkiste, ( letzteres sollte zeitnah verkauft werden, ansonsten wandert es nur aus Kiste A in Kiste B und hat es immer noch nicht aus unserem Haus geschafft) wie gesagt, wir hängen dran, ging mir nicht anders.

Dieses schlechte Gewissen, was wenn ich es doch brauchen kann? Es war aber so teuer!
Aber das hat mir Oma geschenkt! NA UND??? Deinem Geldbeutel und der Oma bringt das jetzt auch nix mehr, wenn du es seit 1 Jahr nicht angerührt hast.

Dieses Loslassen kann am Anfang richtig richtig schwer sein, man überlegt hin und her und ist versucht wieder Gründe zu finden, warum das Ding doch da bleiben sollte.

Mein Tipp: wenn es länger als 8 Monate nicht gebraucht wurde, wirst du es NIE brauchen.
Ausnahmen sind Osterdeko und Co… alles was nicht immer zur Jahreszeit passt.
Doch auch da schlummern sicher einohrige Hasen oder blasse Weihnachtsmänner die keiner mehr sehen möchte.

Ich habe mir immer die Frage gestellt: „BRAUCHE ich DAS, wirklich? WIRKLICH?????“
Wollen wir wetten, dass ihr ohne 10 Tischdecken und 25 Vorratsdosen überleben werdet?
Lasst los… den Mist braucht kein Mensch WIRKLICH.

[ Der Test: ]

Überlegt euch im Vorfeld, warum ihr überhaupt erst auf die Idee gekommen seid, euren Haushalt auf Herz und Nieren zu überprüfen.
Warum denkt ihr darüber nach?

Bei uns war es einfach das erdrückende Gefühl, die Dinge die überall sichtbar und unsichtbar in der Wohnung zu haben und wissentlich Schubladen und Kisten zu meiden.
Dazu kam der Gedanke, dass dieses Verhalten in keiner Weise nachhaltig ist. Weder für uns und unseren Geldbeutel, noch für unsere Umwelt.
All diese „Mal schnell- Käufe“ die in jeder Ecke zu finden sind und keine Beachtung erhalten sind eine Belastung für alle.

Unser Gedanke ist: Lieber weniger, dafür besser!

[ Home-Detox ]

Wir „misten“ nun seit 7 Monaten aus… zusätzlich ersetzten wir billige Schnellkäufe gegen hochwertigere und langlebigere Dinge die bewusst und überlegt gekauft werden.
( zu Zero-Waste und Minimalismus mit Kind, sowie Shoptipps schreibe ich extra Posts)

Was allerdings zu dem Unvermeidbare führt:

„Vor der Ruhe kommt der Sturm“

Wenn wir mit dieser gnadenlosen Ehrlichkeit an einen Schrank gehen und ihn Stück für Stück auseinander nehmen, werden Unmengen an Dingen vor uns liegen, die in Wirklichkeit niemand in diesem Haus nutzt und braucht… es werden säckeweise Kleidungsberge aus dem Schlafzimmer wandern die gespendet oder verkauft werden können.
In der Küche kommen abgelaufene Lebensmittel und unnützer Kleinkram auf einen zu und es scheint kein Ende zu nehmen. Usw usw….

Ich wiederhole mich gern… wir sind seit 7!!! Monaten dabei und auch wir finden immer noch Dinge die keiner WIRKLICH braucht.

Doch wie bereits gesagt: WIR sind dafür verantwortlich, dass all dieses Zeug ist wo es ist… in unserem Haus.
Jeder der sich dafür entscheidet anstatt einer Saftkur mal der Wohnung eine Detox-Kur zu verpassen, wird auch selbst merken, was es mit einem macht.

Es ist besser als Urlaub… ( in dem wir wohl bemerkt ja auch mit viel viel weniger auskommen ) es ist besser als eine Saftkur… es kann unser gesamtes Leben verbessern.

Ich meine das ernst… bei uns ist es so, WIR sind entspannter… Haben wieder mehr Kreativität und Zeit für uns.

Wer nicht auf jedem Schrank 20 Dekoteile stehen hat, ist mit putzen schneller fertig. In aufgeräumten, übersichtlichen Schubladen findet man schneller was man braucht und im Kleiderschrank ist die Wahl des Outfits schnell getroffen.

Es gibt noch so viel in den einzelnen Bereichen, dass ich euch erzählen möchte.
Aber ich denke, IHR denkt einfach mal darüber nach, was ihr heute gelesen habt und ich werde weiter schreiben, um euch dann weitere Tipps und Gedanken mit zu geben.

Und glaubt mir eins… habt ihr einmal angefangen, ist es wie eine Sucht, man kann nicht mehr aufhören, man merkt was es mit einem macht, wenn man anfängt loszulassen.

Eure Miriamnadine