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September, 2018

Das Plastik Projekt

enthält Werbelinks:

Less Waste (Zero Waste bekommen wir nicht hin und es ist aktuell auch nicht unser Ziel)… ein Wort das nach Verzicht schreit, man hat das Gefühl nie wieder etwas kaufen zu dürfen.

Überlegt man mal, was für einen Berg an Müll man nach den Einkaufen zuhause rumliegen hat.
Genau das ist uns auf den Nerv gegangen!
Man hat fast so viel Müll, wie man Produkte eingekauft hat, da kann doch was nicht stimmen.

Ganz besonders haben wir angefangen uns mit Themen wie Müllvermeidung und Minimalismus auseinander zu setzen, als wir einen Bericht über Plastik durch Zufall im Fernsehen geschaut haben.

Es ist so verrückt wie unfassbar viele Tonnen an Plastik in unseren Weltmeeren herum schwimmen und an den Stränden zu finden sind.

Das ist ja nicht das Einzige, die Kosmetik und Reinigungsmittel Firmen nutzten Microplastik für die Reinigungsverbesserung und u.a. als Peeling und Co.

Der Witz an der Sache ist der, am Ende landet dieser ganze Quatsch bei uns.
Fische leben im Meer, sie fressen die Plastikteilchen die zT im Fischfleisch nachgewiesen wurden und wer isst die Fische.
( 96% der verendeten Eissturmvögel an der Nordseeküste hatten Plastik im Magen. )

Zudem heften sich an Plastikteile Schadstoffe und Gifte an, die in die Meere gelangt sind, und diese wiederum sind in 1.000.000 Konzentration an den Teilchen gemessen worden.

Auch in unserem Trinkwasser aus der Leitung sind in etwa 60 Nanopartikel und in Wasser aus PET Flaschen etwa 120 Nanopartikel enthalten. Noch mehr werden es, wenn Plastik einer Temperatur von ca 30 Grad ausgesetzt ist, da beginnt Plastik sich zu zersetzen. Was im Übrigen bei einer PET Flasche etwa 450 Jahre !!! dauert.

Nun, ich könnte noch ewig so weiter machen. 😀 Merkt man kaum, dass ich mich da reingelesen hab :P.
Was aber denke ich jeder zugeben muss, das Thema gibt’s nicht erst seit gestern.
Supermärkte und Co haben die Tüten weitestgehend von den Kassen entfernt. Unverpackt-Läden werden langsam aber stetig mehr und Zeitungen und Medien berichten darüber.

Zuhause

Wir können nicht auf einmal alles Plastik dieser Welt verschwinden lassen, aber wir können etwas dagegen tun.

Für uns stand als erste auf der Liste, alle Plastik Produkte aus oder von denen wir essen oder trinken verschwinden zu lassen.
Erstens, weil wir gelernt haben, dass diese Produkte sich während ihrer Lebensdauer abnutzen und somit immer etwas im Essen landet.
Das Kunststoff-Schneidebrett (bei dem man anhand der Kratzer genau sieht, wieviel schon in Salaten und Co gelandet ist), die Kunststoff French-Press, das rostige Sieb, die Plastik Aufbewahrungsdosen, Kochlöffel, Plastikmessbecher, Plastik-Trichter, Schaber, Frischhaltefolie und Strohhalme
( – davon werden jeden Tag Milliarden weggeworfen, so viele um alle 24 Stunden 1000 Schulbusse zu füllen)
und und und… man sollte nur mal mit offenen Augen durch die Küche laufen.

Von den ganzen in Plastik verpackten Lebensmitteln fang ich ganz nicht erst an.

Wir haben also alles an Plastik vor geholt und leicht schockiert festgestellt, wie viel Mist wir da haben.
Noch dazu kam einen unüberschaubare Menge an Lebensmitteln im Speiseschrank, der voll mit in Plastik verpackten Linsen, Kaffee, Reis, Bohnen und Co war.
Davon war die Hälfte schon abgelaufen oder nur noch eine Hand voll drin.

Als haben wir angefangen alles auszutauschen und überlegt, wie wir es in Zukunft vermeiden können. ( die aussortieren Dinge sind in den Second Hand gewandert)

Für uns war es wichtig, nur Dinge zu kaufen, die qualitativ so gut sind, dass sie lange und verlässlich halten. Grade im Küchenbereich verwendet man Dosen und Co ja ständig, da sollte es die ständige Reinigung und Nutzung aushalten.

Wir haben einen Bioladen im Nachbarort entdeckt, der Gemüse lose anbietet und viel selbst anbaut, dort kann man sich auch den Käse direkt in seine Glasschale legen lassen und ebenso wie Gummibären. (nur für Max natürlich 😀 )

Auch viele Weinflaschen und alle Milchprodukte in Glasbehältern sind in Pfandflaschen und können wieder abgegeben werden.

Für Eier, Butter , Nudeln und gelegentlich Fleisch kaufen wir beim Bauern ein. Aber dort gibt es leider nicht alles lose.
Diesen, ich nenne es mal Einkaufs-Luxus, haben nicht alle. Viele müssen, aus welchen Gründen auch immer, bei großen Discountern einkaufen.

Aber auch dafür gibt es Tipps:
– Kauft nur was auf den Einkaufszettel steht
– Überlegt, ob es nicht günstiger wäre es selbst herzustellen (Ketschup zb)
– Netzbeutel für loses Obst und Gemüse, anstatt der herkömmlichen Plastiksäcken im Supermarkt
– Reis nicht in vorgefertigten Kochbeuteln kaufen
– Joghurt im Glas
– Tee lose anstatt in Beuteln
– Brot selbst backen (Tipps gibt’s regelmäßig auf meinem Insta Account)
– Leere Gläser mit Deckel aufbewahren und Marmelade selbst einkochen
– Wasser aus der Leitung trinken ( allein schon wegen dem Nanoplastik), wer Sprudel mag, investiert in einen SodaStream o.ä.
– Kekse selbst backen
– Putzmittel! Prüfen, ob wirklich so viele notwendig sind, oft reicht Zitronensäure, Natron, ein Allzweckreiniger und gute Microfasertücher. Ebenso wie Weichspüler, wem es nur um den Duft geht, kann in die Kammer für den Weichspüler ein paar Tropfen Duftöl geben.
– Aufbewahrungsgläser mit Dichtung für lose trockene Lebensmittel zum Umfüllen, um sehen zu können wie viel noch vorhanden ist (va um zu vermeiden, dass Lebensmittel ablaufen oder sich Motten einnisten)

Und ja wir sind kleine Design-Nerds 😀 ich geb´s ja zu. Schön sollte es auch sein, keine Frage, schließlich ist es ja unser Zuhause, da möchte man von Dingen umgeben sein, die einem gefallen und nicht nur praktisch sind.
Nochmal zu dem Punkt der langen Haltbarkeit, damit bezieht man automatisch das Thema Nachhaltigkeit mit ein. Da man 1. Plastik vermeidet und 2. nicht ständig neu kaufen muss.
Zwei Mal billig gekauft ist einmal hochwertig.

Gutes muss nicht immer teuer sein

Dabei ist nicht immer teuer gemeint, es gibt auch gute und haltbare Produkte in großen Möbelhäusern.
Ich persönlich liebe einfach diverse Designer und ihren Stil, daher haben wir eine ausgewogene Mischung aus Möbelschweden und DesignShops.

Am allerliebsten sind mir Dinge, die gut, nachhaltig und fair produziert worden sind. Die Transparenz von fairen Produkten wird zwar immer besser, aber es gibt noch nicht für alles gute und bezahlbare Alternativen
.
Hier mal ein paar Shop Tipps:
Sinfinis, ein Design-Onlineshop für diverse faire und nachhaltige Produkte für jeden Lebensbereich ( 10% mit „miriamnadineXsinfinis“)
Pinkmilkshop, der ganz zu meiner Freude immer mehr nachhaltige Design – Alternativen zu Plastik bietet.
von.Herzen dort findet man Einkaufstaschen, Leinen Servietten, Leinen Schürzen uvm., alles handgemacht
.
Beim Lebensmittel Einkauf war das auch nicht einfach, es gibt einfach zu wenig Läden, die ausschließlich loses Obst und Gemüse haben. Von allen anderen Produkten mal absehen.

Sicher fallen mir in Zukunft noch mehr Tipps und Infos ein, die ich auf jeden Fall mit euch teile.

Mir ging es in diesem Beitrag vorwiegend um die Küche, da dort der meiste Abfall anfällt und das Thema Zero Waste oder für uns realistischer Less Waste für den ersten Schritt am sinnvollsten ist.
Bad und Co. folgen natürlich noch. 

Im Grunde geht es um einen bewussteren Umgang mit Plastik und Konsum im Allgemeinen.
Wir werden auch weiterhin Dinge kaufen, aber nicht mehr irgendetwas, wir werden vorher prüfen ob es unsere Ansprüche erfüllt.
Wenn nicht, muss es bleiben wo es ist, im besten Fall wird es irgendwann nicht mehr produziert.

„Alleine sind wir ein Tropfen auf den heißen Stein, gemeinsam sind wir ein Ozean.“

Etwas poetisches musste noch her 
Ich bin mir sicher, dass man so viel erreichen kann, wenn man andere findet die die Überzeugung teilen.

Alles Liebe, Miriamnadine