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Juni, 2018

eine Schönheit namens Lana / Südtirol

[Pressereise]

Ich war klein… keine Ahnung wie klein, aber ich kann mich noch an warme Tage, an riesige süße Äpfel und an unzählige Blumen erinnern. Damals war ich mit meiner Mutter ein paar Tage in Meran / Südtirol.

Als ich Mama wurde, wusste ich, dass ich Max so viel von der Welt zeigen möchte wie es mir möglich ist, denn Reisen, Gerüche, Geschmacksrichtungen und die Lebensweise anderer Ländern prägen einen ein Leben lang.

[Freitag | auf nach Südtirol]

Wir leben im Süden Bayerns, nahe der österreichischen Grenze und nur ca 2,5 Stunden von Italien entfernt, da liegt es nahe, dass wir gern mal übers Wochenende oder länger eine Auszeit nehmen und einen Familien Urlaub im Süden machen.
Zugegeben, in Südtirol war ich seit meiner Kindheit nicht mehr, wir sind immer durch gefahren um an den Gardasee zu gelangen. Aber aus dem Auto haben wir immer die Landschaft bestaunt, sind aber nicht auf die Idee gekommen dort mal ein paar Tage zu bleiben. Heute sag ich: selbst schuld 😛

Meran kamen wir sehr nahe, damit auch dem Flair den diese wundervolle Region so bezaubernd macht, der Ort heißt Lana und liegt zwischen Bozen und Meran. Für uns DER Geheimtipp um einen entspannten Urlaub im Grünen zu machen und trotzdem in wenigen Minuten in die Kleinstädte Südtirols zu gelangen.

Unser Hotel war das Tiefenbrunn Hotel, ein 4-Sterne Hotel in Familienhand in dem viel Wert auf regionale Küche und eine entspannte Atmosphäre gelegt wird.

Das Hotel Tiefenbrunn bietet sowohl für Familien als auch für Yoga und Wellnessfans wunderbare Möglichkeiten.
Wir haben uns besonders über den separaten gut ausgestatteten Spielbereich gefreut, in dem zahlreiche Bücher… Autos… Puzzel.. usw zu finden sind. Auch der Außenbereich ist so liebevoll und vielfältig gestaltet. Es gibt einen Pool, ein Naturbecken zum Kneipen oder für Mutige zum Baden, Sonnenliegen unter Weinreben, einen großen Spielplatz und etwas versteckt um entspannt genießen zu können einen Ruhebereich mit weiteren Liegen und Zugang zum Wellnessbereich.

Wer Glück hat, kann dem Koch freitags beim Brotbacken im hauseigenen Holzofen im Garten zusehen und sich auf frisches Biobrot freuen. Das Thema Bio und Regionalität spielen im Tiefenbrunn eine große Rolle, das zeigt sich besonders beim reichlichen Frühstücksbuffet. Es gibt von der selbstgemachten Marmelade übers Brot, frisches Birchlermüsli, Butter vom Bauern, Smoothies, Biotee, Almkäse bis hin zum Honig aus Waben und und und…

Diese Auswahl und Qualität haben wir noch in keinem Hotel erlebt, alleine deswegen lohnt es sich dort hin zu fahren.

Abends gibt es Montag, Mittwoch und Freitag DEGUST – Abende der Südtiroler Naturküche die ich sehr empfehlen kann. Die anderen Abende kann man entscheiden, ob man auswärts essen möchte, oder eine Brotzeitplatte im Tiefenbrunn. Das Angebot an Restaurants in Lana ist klasse, man findet viele hochwertige Restaurants die zum Teil einen angeschlossenen Biergarten und ein regionales, mediteranes Angebot bieten.

Lana selbst ist vom Tiefenbrunn in max. 10 Minuten Fußmarsch zu erreichten. Überhaupt ist alles sehr gut zu Fuß zu machbar, die Restaurants, die Fußgängerzone mit vielen familiengeführten Läden, Spazierwege und die Seilbahn auf den Lana Hausberg, das Vigiljoch.

Wer nicht so weit bis zur Seilbahn vom Hotel aus gehen möchte, findet an der Seilbahnstation und in Lana Parkmöglichkeiten.

[Samstag]

Zu unserem Wandertag aber später noch mehr, denn als wir Freitag Abend ankamen, haben wir einfach nur das Hotel genossen und entspannt. Am Samstag nach dem wunderbaren Frühstück ging es wie gesagt zu Fuß nach Lana, ein bisschen bummeln. Wir haben uns dort neue Wanderbekleidung gegönnt und ich hab mir in einem Schuhgeschäft endlich gut sitzende und stylische FlipFlops gekauft.
Zugegeben war ich verwundert, dass es dort so modische Läden gab, das traut man der kleinen Region erst nicht zu. 😉

Gegen Mittag durften wir die Raffeiner Orchideenwelt Südtirol besuchen, die mit dem Auto von Lana aus in 10 Minuten zu erreichen ist. Sie ist wie vieles in dieser Region in Familienhand und wird mit Liebe und Sorgfalt geführt, das man an jeder Ecke spürt.

Einen Tip: schaut mal in Männerklo 😀 .. dort gibt es ein Pissoir in Orchideen Form 😛

Wir haben im Restaurant dort zu Mittag gegessen, was ich sehr empfehlen kann, da im Außenbereich ein toller Spielplatz auf die Kleinen wartet. Max hat ihn leider verschlafen, da er seinen Mittagsschlaf gemacht hat, während wir unsere Bruschetta genossen haben.
So ein paar ruhige Momente beim Essen darf man auch mal feiern… 🙂

Unser Tagesplan war perfekt, da ein heftiges Sommergewitter im Anmarsch war und die Orchideenwelt ein Indoor Erlebnis ist. Die Orchideen und alle anderen tropischen Pflanzen brauchen ein konstantes Klima und müssen daher von den natürlichen Wettereinflüssen bewahrt werden.

Es ist eine traumhafte Anlage, wer bei Orchideenwelt nur an Orchideen denkt, der irrt. Wir waren so fasziniert, als wir in die Halle kamen. Von außen sieht man nichts und innen überrascht einen ein perfekter Botanischer Garten mit meterhohen Pflanzen und ausgefallenen Ideen auch für den eigenen Garten. Nach kurzer Zeit haben wir vergessen, dass es eine Halle ist und haben uns eher wie im Paradies gefühlt.

Zu bestimmten Zeiten kann man die Papageien hautnah bei der Fütterung beobachten und mit etwas Glück flattern sie einem auf die Hand.
Grade für Max war das alles wie ein einziges Abenteuer, er konnte frei rum flitzen und so viel entdecken.

Man kann den ganzen Nachmittag dort verbringen, denn es gibt neben den Pflanzen und Tieren auch Activity Parcours, auf denen wir uns ausgetobt haben.

[Sonntag – Vigiljoch]

Wir haben wieder fantastisch im Tiefenbrunn gefrühstückt und unsere Sachen gepackt um auf´s Vigiljoch zu fahren. Das ist der Hausberg, dem Lana zu Füßen liegt und auf dem es Sommer wie Winter tolle Möglichkeiten für die ganze Familie gibt.

Die Bahn fährt in 8 Minuten auf eine Höhe von 1486 m und man hat einen atemberaubenden Blick über Lana bis ins angrenzende Meran und Gargazon ( Tip: dort gibt es ein ungechlortes Naturschwimmbad in das wir es leider nicht mehr geschafft haben). Auch Meran selbst steht auf unserer Liste für den nächsten Besuch.

Wir hatten an dem Tag Lust auf ein bisschen Elternabenteuer 😀 … denn nach der Seilbahn, besteht die Möglichkeit mit einem Einersessellift ein gutes Stück weiter zu fahren.
Das hieß Papa mit Rucksack vorraus… dahinter ich mit Max und im Sitz nach uns die Kraxe. Wer schon mal im Sessellift gefahren ist, weiß dass es kein vor oder zurück gibt, solange man sitzt.
Maxi ist bis zu dem Tag noch nie im Sessellift gefahren, aber da er Abenteuer mit uns gewohnt ist, haben wir es gewagt.
Der Herr an der Lift Station hat uns wunderbar geholfen und die Fahrt selbst war super entspannt. 🙂
Das war dann auch der Tag, an dem ich „Stillen im Sessellift“ zu meiner „schrägste Still-Orte“ Liste hinzufügen konnte 😀

Unser Ziel war die „Schwarze Lacke“ ein kleiner Bergsee mit angrenzendem Restaurant.
Den Weg vom Sessellift bis zum See würde ich als `leicht` einstufen, auch ungeübte Wanderer können in etwa 20 Minuten ihr Ziel erreichen.
Wir nutzen für Max bei Wanderungen ausschließlich die Kraxe, wir haben aber auch einige Eltern mit Kinderwägen gesehen, die von der Bergstation aus hoch gewandert sind.

Ich finde die Wege dort auch perfekt für kleine Wanderanfänger wie Maxi, die gern ein paar Minuten selbst laufen und die Welt entdecken möchten. Dann dauert die Wanderung eben ein paar Minuten länger. 🙂

Das Seespitz bietet gängige Snacks und warme Speisen direkt neben der “ Schwarzen Lacke“, inklusive kleinem Spielplatz.

Wir haben uns allerdings einen ruhigen Platz auf der Hinterseite des Seespitz gesucht und die Aussicht und Ruhe genossen, Max hatte sowieso genug mit den hunderten Pusteblumen und Käfern zu tun.

Beim Rückweg haben wir eine andere Route gewählt und sind durch den Wald gegangen um zu einem Aussichtspunkt zu kommen, von dem man das Panorama bewundern kann.

Es gibt noch viele viele weitere Möglichkeiten den Berg zu entdecken die wir aber an einem Tag nicht schaffen würden. (ua. Streichelzoo, Erlebnisspielplatz, Panoramaweg uvm.)

Das Vigiljoch ist ein MUSS bei einem Aufenthalt in Lana, man sollte allerdings früh am Tag starten, um lange Wartezeiten an der Seilbahn im Tal zu vermeiden.

[Montag – Wine and Food]

Für uns heißt es Abschied nehmen, allerdings nur von unserem lieb gewonnenen Tiefenbrunn Team, diese Menschen sind so herzig und nehmen sich gerne Zeit für gute Gespräche. Besonders Maxi und die Tochter der jun. Chefs Paula haben sich super verstanden, sie sind gleich alt und Paula hat Max direkt fest in den Arm genommen ♥

Es war wunderbar bei euch, wir werden sicher wieder kommen liebes Tiefenbrunn.

Bevor wir Richtung Heimat düsen, wollten wir uns aber noch ein ganz speziellen Ort ansehen, den Kränzelhof des Grafen Pfeil , mit seinen 7 Gärten und dem Restaurant Miil.

Es ist ein Genuss für Kultur-, Botanik- und Weinliebhaber, selbst für Kinder ist es ein riesiger Abenteuer Spielplatz, da es eine wunderbar kühle Höhle, eine riesige Schaukel und ein großes Labyrinth gibt. Letzteres ist wirklich, wirklich groß, wir haben 25 Minuten gebraucht bis wir draußen waren. 😛 Geduld und eine Flasche Wasser ( oder Wein 🙂 ) können nicht schaden.

Dieses Weingut besteht schon ca seit 1350 !!! Daher auch die große und qualitativ einmalige Auswahl an Weinen:

Weiße Rebsorten: Weißburgunder, Chardonnay, Sauvignon blanc, Gewürztraminer
Rote Rebsorten: Vernatsch, Blauburgunder, Lagrein, Merlot, Cabernet Sauvignon

[Miil]

Dieses Restaurant kann es sich leisten selbst an den Wochenenden geschlossen zu haben, es ist so gut besucht, dass es sich empfiehlt zu reservieren.
Die Preise sind sind etwas gehoben aber nicht überteuert und das was man da auf dem Teller serviert bekommt erfüllt die Erwartungen mehr als zufriedenstellend.

Extrawünsche, wie beispielsweise ein Kinderteller, sind kein Thema und werden gern entgegen genommen.
Auf Wunsch kann man auch eine Weinprobe erhalten und sich passend zur Menüwahl beraten lassen.

Uns hat es jedenfalls wunderbar geschmeckt und selbst unser kritischer Esser Max hat seine Ricotta Ravioli aufgegessen.

Ein Restaurant in dem es sich lohnt vor der Heimreise Stop zu machen.

[Ré­su­mé]

Für uns als Familie, die sowohl Natur, Kultur und Erholung suchen ist diese Region, im Speziellen Lana perfekt.
Man kann alles schnell erreichen, ob zu Fuß oder mit dem Auto. Regionalität und Saisonalität wird hier groß geschrieben, sowie ein umfangreiches Angebot für Familien.

Ich persönlich kann sagen, wir haben uns sehr wohl gefühlt, die Menschen dort sind freundlich, zuvorkommend und offen für Neues. Wir werden sicher nicht das letzte Mal dort gewesen sein, denn es gibt noch so viel zu entdecken. 🙂