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Juni, 2017

zwischen.instagram.und.grüner.wiese.

Wandern mit Baby…. Workout, Erziehung und ein bisschen Ich-Zeit


Ich bin zwar in München geboren, also ein echtes ´Münchner Kindl´, aber aufgewachsen bin ich dann noch südlicher von Bayern, am Chiemsee.

Wir haben hier ein wahres Luxusangebot an Freizeitmöglichkeiten, unter anderem die Berge.
Oft stellt man sich Bayern, wandern, die Alpen, Landleben eher kitschig vor. Altbacken und wenig attraktiv für ´modernes´ Leben.
Für uns die hier wohnen völlig unverständlich… wir haben hier eben alles was so in den Lifestyle-Magazinen abgebildet ist.
Vom Surfhotspot, über die Sundowner-Bar bis hin zum Ski-Paradies.

Auch Wandern hat mittlerweile sein altes Image abgeworfen und ist zum Lebensgefühl und Statussymbol geworden.

Einfach ein Paar Stiefel anziehen… mit Stecker und Lederhosn auf die Alm, das ist lange her, denn heute gibt es selbst bei der Wandergarderobe Trends und Hilfsmittel.
Man hat die Wahl vom coolsten Trekkingschuh, über stylische und funktionelle Jacken bis hin zu trendy Rucksäcken und modernen Tragen für die Kleinsten.

Auch der Kult um den Afterbaby Body treibt viele junge Mamas in die Berge… wer heute innerhalb von 0,nix nicht wieder in die alten Jeans hüpft ist keine gute Mutter. ( dazu mehr im Extra Post)

Das war bei mir aber eher weniger der Grund wieder auf die Berge zu klettern, als ich klein war, war meine Mutter mit mir auch ständig unterwegs, das prägt natürlich.
Wir brauchen uns nix vormachen, auch ich hatte Jahre an denen wandern und alles Outdoor sooooo uncool war wie kaum etwas anderes.
Aber in diesen besagten Jahren war doch einfach alles, was man vor allem –gemeinsam- mit seinen Eltern gemacht hat uncool.

Aber irgendwo schlummert sie doch in allen von uns… die Sehnsucht nach Ruhe… nach Natur… nach „was für sich tun“ und als Mama auch die Momente in denen man nicht dem Mini hinterher muss, sondern in seinem Tempo gehen kann, in Ruhe.
Ich brauche ab und an mal Momente für mich.. ohne ständig auf dem Sprung oder ´nur´ Mama zu sein. Daher genieße ich die Stille und den Tapetenwechsel sehr, bevor mir die Decke auf den Kopf fällt und das klappt super, wenn Max ebenfalls die neuen Dinge außerhalb der 4 Wände bestaunt.

Was mir persönlich aber sehr wichtig ist, ist wie Max aufwachsen soll.

Es gibt heute Dinge, die waren in unserer Kindheit nicht vorhanden, wie beispielsweise Soziale Medien und das Smartphone als solches. Ich denke, dass es jeder bestätigen kann, dass wir vielleicht zu oft das Teil in der Hand haben. Aber warum?
Online Shoppen, Fotos machen, Instagram und Co., Mails checken, navigieren und und und… die Liste ist lang. Das bedeutet, dass die Kleinen uns ständig mit dem Teil in der Hand sehen.

Aber wir wollen doch ein gutes Vorbild sein?!

Daher mein Ausgleich: die Natur / die Berge.

Ich bin der Ansicht, wenn ein Kind, egal in welcher Art und Weise, zu sehr von etwas beeinflusst und geprägt wird, kann das nicht gesund sein für seine spätere Entwicklung in der heutigen Zeit.
Nur immer TV, Smartphone und Co vor der Nase ist sicher nicht optimal, wie auch das Gegenteil, es ihnen komplett zu verwehren.
Beides ist heutzutage wichtiger denn je. Wir können nicht mehr ohne Technik, ohne diese ganze digitale Welt, aber ebenso wenig ohne Natur.
Ich persönlich sehe es sehr kritisch, dass Kindern eben dieses Übermaß an Technik zu sehr vor die Nase gehalten wird, anstatt einfach mal die Welt zu genießen in der wir leben und ohne die es uns mit dieser ganzen Technik nicht geben würde.

Max wird daher sozusagen im Spagat erzogen. Zum einen eine Mama die ihr Smartphone in der Hand hat…. Zum anderen eine Mama die mit ihm die Natur erkundet und im Dreck spielt.

Wir haben nun mal den Luxus die „wilde Natur“ vor der Haustür zu haben, aber was macht eine Stadt-Mum?
Nunja, es ist nicht so einfach wie in meinem Fall, das ist klar.
Aber wer hat gesagt, dass es mit Kindern leicht ist?

Nur das zu tun was vermeintlich leicht und und bequem, ist nicht zwingend das Beste für den Nachwuchs.
In der Stadt gibt es Parks, da ist es oft schon Abenteuer genug für die Kleinen mit Picknickdecke loszuziehen, anstatt nur im Buggy durchs Grün geschoben zu werden.
Vielleicht ist irgendwo ein kleiner Bach oder Fluss… was hindert daran mal Steinchen rein zu werfen oder die Füßchen zu baden? Einen Schmetterling zu verfolgen oder an einer Blume zu riechen?
Es muss nicht immer der Berg sein, der Natur zum Erlebnis macht.

Also.. raus mit euch. 🙂